Tönen und Colorieren – die schnelle Typveränderung

Die Regale der Drogerien sind überfüllt mit Produkten für den Farbwechsel auf dem Kopf. Vor allem unterscheiden sie sich in der Haltbarkeit der Farbe und gleichzeitig in der Stärke des Eingriffs in die Haarstruktur. Während sich Tönungs-Shampoos und Schaumtönungen wie ein Film um dein Haar legen, rauen Colorationen seine Schuppenschicht auf, um die Farbpigmente tiefer ins Haar zu bringen. Je nachdem, wie deine natürliche Haarfarbe aussieht, bieten sich dir dazu passende Veränderungsmöglichkeiten.

Mein Naturton ist ein aschblond, dunkelblond oder Straßenköter„-blond, wie böse Zungen es nennen, so dass es mir schon mit Schaumtönungen gelingt, beeindruckende Rottöne oder ein sattes Schokoladenbraun zu erreichen. Solltest du von Natur aus hellblondes Haar haben, kann jeglicher Rotton schnell zum Karottenkopf mutieren. Wenn du schwarzes Haar hast, kannst du kaum eine Farbveränderung erreichen, ohne die Haare vorher aufzuhellen.

Generell sollten die natürliche Haarfarbe und die, die man anstrebt, auf der Farbskala nicht allzu weit auseinanderliegen, um ein schönes Ergebnis zu erreichen.

Blondieren – einmal Goldlöckchen und retour…

Je nachdem, was Stars und Sternchen aktuell vorgeben, ist wasserstoffblondes Haar abwechselnd unglaublich angesagt oder total out. Irgendwann wollte auch ich es wissen: Wie steht mir der strahlende Look? Ausprobiert habe ich es selbst mit einem Produkt aus der Drogerie und das Resultat war leuchtend blond und spröde!

Blondierung

Blondierungen wirken durch ihren Anteil an Wasserstoffperoxyd, welches, laienhaft gesprochen, die Schuppenschicht der Haare „aufbricht“ und die eigenen Farbpigmente „herausholt“. Depigmentiertes Haar wirkt dann fast weiß; und hat man diesen Zustand erst einmal erreicht, kann man gewünschte Farbtöne wieder ins Haar einbringen, z.B. einen tollen Goldton oder – falls man es abgefahren punkig liebt – rosa oder neongrün.

Problematisch ist, das die aufgeraute Schuppenschicht die Haare schnell trocken und spröde werden lassen. Gebleichtes Haar ist daher sehr bedürftig nach Feuchtigkeitsspülungen und Pflegeprodukten und du solltest das Blondieren deiner Haare nicht allzu oft wiederholen, da der strapazierende Effekt den Schaden an der Haarsubstanz jedes Mal verstärkt. Im schlimmsten Fall können Haare dann beim Kämmen einfach reißen. Trotzdem musst du natürlich regelmäßig den dunkel nachwachsenden Ansatz aufhellen, es sei denn, der soll Bestandteil eines extravaganten Looks sein.

…und wieder zurück zum braven Brünett

Braune HaareIrgendwann hatte ich genug vom Goldlöckchen-Look und wollte zurück zu Schokobraun. Eine solche Extremveränderung ist nicht ganz einfach in Eigenregie durchzuführen und auch manche Frisöre haben damit ihre Schwierigkeiten. Da bei mir alles gut gehen sollte, entschied ich mich für einen Frisör-Besuch. Glücklich und mit einem warmen Schokoladenton auf dem Kopf verließ ich den Laden und dachte an nichts Böses…Nach der ersten Haarwäsche kam mir der Farbton schon anders vor, nach dem zweiten Waschen trat die schreckliche Wahrheit zutage: Moosgrün! Die Frisörin erklärte es mir in folgender Weise: Die roten Pigmente, welche mitverantwortlich sind für die warme Wirkung des Brauntons, sind größer als andere Farbanteile und haften deshalb auch schlechter an der Haarstruktur. Sie werden als erstes ausgewaschen, so dass dem Braun der Rotanteil entzogen wird. Übrig bleibt: Grün!

Eine Zeit lang musste ich meine Haare mit einem roten Tönungsshampoo waschen, um diesen Effekt zu auszugleichen.

Mein Fazit zum extremen Bleichen der Haare: Lass dich vorher vom Profi beraten, lass es am besten auch den Profi durchführen und sei dir sicher, dass du es nicht schon in wenigen Wochen ungeschehen machen möchtest!

Strähnchen – ohne Hilfe gelingt es nur Profis

Wenn du nicht deinen kompletten Farbton verändern möchtest, sondern nur Strähnchen colorieren oder blondieren möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die jedoch in Eigenregie schwer zu bewältigen sind. Bei sogenannten Haubensträhnchen ziehst du dir eine Folienhaube über den Kopf , die Ähnlichkeiten mit den Kopfbedeckungen von professionellen Schwimmern hat. Mit einem Instrument, das an eine Häkelnadel erinnert, stichst du hindurch und ziehst eine Haarsträhne heraus. Das wiederholst du so lange, bis du meinst, genug Strähnchen über den ganzen Kopf verteilt zu haben und verleihst diesen durch Coloration oder Blondierung anschließend ihre Farbe – praktischerweise sind sie ja durch die Haube von der restlichen Haarmasse getrennt. Mit dieser Methode erhältst du dünne und regelmäßige Strähnchen, wobei der Aufwand vergleichbar groß ist und du eventuell die Hilfe einer gute Freundin in Anspruch nehmen solltest, um dich nicht zu sehr verrenken zu müssen.

Dennoch ein Tutorial hier:

Die regelmäßige Optik der Haubensträhnchen ist in den letzten Jahren aus der Mode gekommen. Bevorzugt werden Strähnen, die optische Highlights und Akzente setzen. Einen solchen Look kannst du durch Foliensträhnen oder Kammsträhnen erreichen. Dabei werden Strähnen durch Scheiteln und Kämmen abgeteilt und zum Colorieren in Folie gelegt.

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